Januar Inspiration

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“Der beste Weg die Zukunft vorauszusagen ist, sie zu gestalten.” Abraham Lincoln

Was trennt den Dezember vom Januar? Eine Sekunde, ein paar Stunden, eine Nacht oder ein ganzes Jahr? Es scheint mir jedes Mal, als wäre die Welt am Neujahrsmorgen wie rein gewaschen. So klar und frisch kommt er daher. Hat der Sekundenzeiger die Macht alles zu verändern? Oder woran liegt es, dass mir der Januar so ganz anders erscheint? Ich weiss es nicht. Und irgendwie möchte ich es auch gar nicht wissen. Zu gut gefällt mir sein Zauber.

Es ist seine belebende Frische, die mir so gut tut. Er weckt mich auf! Sein kühles Licht macht mich munter. Vielleicht starte ich deshalb immer wieder zuversichtlich und hoffnungsvoll ins Neue Jahr. Es ist jedoch nicht nur diese Qualität, die ich so am Januar schätze. Obwohl er mich wachrüttelt und mir zuruft: “Los! Hinaus, in das volle Leben!” gibt er mir auch Zeit. Denn im Januar kenn die Natur keine Eile. Sie gibt sich seinem Rhythmus hin. Alle Pflanzen, Bäume und Tiere wissen, dass schon bald der Frühling naht. Die ersten Pionierpflanzen stehen bereit. Schneeglöckchen, Huflattich und Buschwindröschen. Hasel, Zaubernuss und Weidenkätzchen drängen danach hervorzukommen und sich zu entfalten. Doch noch braucht es ein paar Wochen, bis der richtige Moment des Erwachens da ist. Und so sollten auch wir das neue Jahr starten.

Der Januar übermittelt uns die Qualität des Neubeginns, des Erwachens und der Erneuerung. Doch ohne Eile. Wir haben praktisch den ganzen Monat Zeit. Zeit, uns zu überlegen, wie wir uns entfalten möchten. Welche Richtung wir einschlagen möchten. Wo wir Energie investieren möchten. Zeit uns Gedanken darüber zu machen, was uns gut tut - und was nicht. Welche Veränderungen wir initiieren möchten. Und das alles ohne Aktivismus. Stell dir vor, die Zeit stünde still. Du hättest die ersten Wochen des Jahres einfach die Möglichkeit, alle Wege innerlich einzuschlagen. Alle Absichten zu definieren und zu gestalten. Doch ohne gleich aufs Gaspedal zu drücken. Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass das Eis des Januars noch alles gefroren hält. Unter der Eisschicht pulsiert das Leben, doch du musst noch nicht loslegen. Hör in dich hinein. Was sagt dir dein Innerstes? Was wünschst du dir? Wo zieht es dich wirklich hin? Und lass alle Vorsätze links liegen. Sie basieren auf negativen Bildern und Gedanken. Denn bei Vorsätzen spielt das “Sollen” eine grosse Rolle. Das will der Januar nicht mehr mit dabei haben. Er schenkt dir Raum, damit du erkennen kannst, was dir wirklich gut tut. Keine Vergleiche. Sondern dein pures, innerstes Ich. Der Januar ist dazu da, deine eigenen persönlichen Absichten zu definieren. Das muss keine lebensverändernde neue Richtung sein. Wichtig ist einfach, dass es dein Weg ist, deine Absicht und dein Wunsch. So gönn dir diese paar Wochen des Januar, voller Klarheit und Frische. Tauche ein in seine Qualität und gestalte deine Zukunft.