Mai Inspiration

Mai+Inspiration+SGF.jpg

Es gibt ein grosses und doch ganz alltägliches Geheimnis. Alle Menschen haben daran teil, jeder kennt es, aber die wenigsten denken je darüber nach. Die meisten Leute nehmen es einfach so hin und wundern sich kein bisschen darüber. Dieses Geheimnis ist die Zeit. …. Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen.” Momo

Das Leben wohnt im Herzen. Komisch. Bis anhin hatte ich immer das Gefühl, dass das Leben da draussen ist. Oder nicht? Haben wir nicht alle das Gefühl, dass sich das Leben im Aussen abspielt? Wir haben so viele Eindrücke, sehen so viele Bilder, hören Geschichten und nehmen am Leben von anderen teil, dass wir denken, das ist unser Leben. Das ist das Leben. Ein Kollektiv. Ein Knäuel von Ereignissen, die alle irgendwie miteinander verwoben und verknüpft sind. Doch ist es wirklich unser Leben? Oder ist es vielmehr ein Film der abgeht? Weil irgendjemand auf den Play-Knopf gedrückt hat, und wir gar nicht merken, dass wir jederzeit auch die Fernbedienung übernehmen können, um mal auf die Pause-Taste zu drücken? Ich weiss es nicht.

Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen. Also haben wir in uns, in unserem Herzen, ganz viel Zeit. Sogar unglaublich viel Zeit. Ist das so? Ja. Wenn ich mir das so überlege, dann ist das so. In meinem Herzen sind zum einen meine Liebsten. Mit ihnen verbringe ich gerne Zeit. Sehr gerne sogar. Und genauso geht es mir mit allen Dingen, die ich gerne tue, die in meinem Herzen sind. Ich liebe es, Zeit in der Natur zu verbringen. Zeit um zu schreiben. Zeit um kreativ zu sein. Zeit zum staunen. Zeit um zu sein. Und bei all diesen Dingen ist eines gemeinsam. Ich vergesse die Zeit. Ich versinke im Tun und im Sein. Die Zeit löst sich auf. Und was bleibt, ist diese tiefe innere Freude. Dieses unbezahlbare Glück, das von innen kommt. Eine Art Seligkeit und Ruhe, die alles andere für den Augenblick verschwinden lässt. Und so verstehe ich den Satz: Das Leben wohnt im Herzen. Denn sind es nicht diese kostbaren Stunden, die unser Leben ausmachen? Sind es nicht diese kleinen goldenen Momente, die uns nähren. Die uns zu dem Menschen machen, der wir sind. Der wir wirklich sind. Dieses Sein, das uns leuchten lässt? Von innen nach aussen?

Die Natur spiegelt uns dies auf ganz wunderbare Weise. Vor allem im Mai. Denn der Mai ist der Wonnemonat. Der Monat der Lebensfreude und Glückseligkeit. Zu keinem anderen Monat im Jahr blühen mehr Blumen. Die ganze Natur ist in Hochstimmung. Es ist als würden alle Hochzeit feiern. So fröhlich und stimmig ist die Natur. Und sie tut dies in einer unglaublichen Üppigkeit. In dem sie sich öffnet und sich in ihrer wunderbaren Fülle zeigt, öffnet sie unsere Herzen. Bringt Wärme und Verbundenheit. Erlaubt uns aufzumachen. Damit wir ihre Fülle auch in uns spüren. Sie schenkt uns Zeit. Sie schenkt uns Leben. Und dieses Leben berührt unsere Herzen. Sie zeigt uns, dass das Leben in uns ist. Es ist nicht draussen. Es spielt sich nirgendwo anders ab, als in uns. Sie zeigt uns, dass wir blühen können, wenn wir möchten. Dass wir entscheiden können, wie wir unsere Zeit leben. Und genauso entscheiden können, was in unseren Herzen ist. Wir haben den Hebel in der Hand. Die Taste um auf den Knopf zu drücken. Sei es Play oder Pause. Beides ist gut. Beides ist richtig. Hauptsache wir entscheiden. Hauptsache wir werden uns bewusst, dass unser Leben in unserem Herzen ist. Nirgendwo sonst.