Mond Rhythmus

Der Mond bestimmt viele Zyklen auf unserer Erde. Ebbe und Flut werden von ihm bestimmt. Auch wir Menschen spüren ab und zu die Kraft des Mondes. Die alten Völker richteten ihren Jahreskalender nach ihm aus. Er war für Sie Wegweiser, Zeitmesser und Begleiter in einem. Vor allem wir Frauen haben eine ganz wunderbare Verbindung zum Mond. Im Gegensatz zu Männern, ist es für uns Frauen einfacher in seine Qualitäten einzutauchen.

Für mich persönlich ist der Mond Rhythmus eine Art Anker. Immer zum Neumond definiere ich meine Intentionen, meine Absichten und Wünsche. Im Verlaufe der nächsten Wochen nutze ich dann die aufstrebende Energie des Mondes, um diese Ziele zu erreichen. Zum Vollmond prüfe ich, wo ich stehe. Feiere auch die kleinen Erfolge und geniesse den Moment der Fülle. Die absteigende Energie nutze ich dann als Retrospektive. Ich überlege mir, was gut lief und was es loszulassen gilt. Diese Erkenntnisse nutze ich dann für den neuen Kreislauf. Schau es als monatliches “Zielgespräch”an - nur dass der Fokus auf dich liegt. Nicht auf deinen Job. Seitdem ich mit dem Rhythmus des Mondes lebe, bin ich viel fokussierter und bleibe mir auch im Strudel des Alltags treu.

Neumond: Intention, Neuanfang, Absicht, Unbeschränkte Möglichkeiten, Winter, Nacht

Die Zeit um den Neumond ist voller intuitiver Intelligenz. Wir sehen plötzlich Zusammenhänge klarer und sind geerdet. Ich habe auch schon gehört, dass es die “No-Bullshit-Days” sind. Du fackelst nicht lange rum. Du weisst es einfach. Der Neumond ist gleichzeitig eine Zeit der Träume, Visionen und Empfindlichkeiten. Es ist eine Zeit, wo du dich immer wieder auf neue Ufer wagst. Denn du setzt zu jedem Neumond deine Absichten, deine Ziele. Der Neumond gibt dir jedes Mal die Chance zu überlegen, was du willst. Das müssen nicht immer schwerwiegende Veränderungen sein. Es können auch ganz kleine - für dich aber Wichtige sein. Wichtig: Schreib dir deine Intention auf. Halte sie fest. Entweder in deinem Tagebuch oder sonst auf einem Blatt Papier. Du kannst auch ein Ritual damit verbinden. Formuliere umbedingt deine Absicht so, als wäre sie in der Gegenwart. Also nicht: Ich werde.. ich hätte gerne.. Sondern: Ich bin… Tipp: Schau es dir ein paar Monate später an. Du wirst erstaunt sein, wie weit du schon gekommen bist.

Zunehmender Mond: Energie, Aufbruch, Aktion, Frühling, Morgen

Nutze nun die aufstrebenden Energie um deine Projekte anzugehen. Alles ist auf Wachstum und Erfüllung eingestellt. Es kann gut sein, dass du plötzlich aktiver bist und vor Aktivität sprudelst. Während dieser Zeit kannst du auch sehr fokussiert arbeiten. Es ist ein Crescendo, das zu Vollmond seinen Höhepunkt erreicht. Du kannst es auch sehr gut mit dem Frühling vergleichen oder mit der Verheissung eines erfrischenden Morgens.

Vollmond: Fülle, Gipfel, Dankbarkeit, Freude, Sommer, Mittag

Der Vollmond ist vergleichbar mit dem Hochsommer. Alles steht in reicher Fülle da. Der Gipfel ist erreicht, es darf gefeiert werden. Dankbarkeit gehört genauso dazu wie pure Freude. Du darfst nun zeigen, was du kannst und stehst zu dem, was du erreicht hast. Es ist eine nach Aussen gerichtete Zeit. Achtung, diese Üppigkeit an Emotionen kann bei gewissen Menschen jedoch auch ins Gegenteil schlagen und Spannungen erzeugen. Mir geht es teilweise auch so. Dann gilt es Ruhe zu bewahren und sich bewusst werden, dass Vollmond ist. Warte lieber ein paar Tage, bevor du auf Social Media, im Geschäft oder deinen Liebsten eine Tirade loslässt. Meistens beruhigt sich ein paar Tage später alles. Wenn du jedoch voll in der Vollmond-Energie bist, lädt er dich jedes Mal dazu ein inne zu halten, dir bewusst zu werden, was ist. Schau nicht zurück. Schau nicht nach vorn. Geniesse das, was ist.

Abnehmender Mond: Loslassen, Ruhe, Intuition, Reflektieren, Ernte, Herbst, Abend

Der abnehmende Mond ist Ruhe, Stille und Einkehr. Wir lassen unsere Ziele los. Der abnehmende Mond ist eine Zeit der Intuition. Eine Zeit des Rückzugs. Wir prüfen, wo wir stehen und was ist. Wir tauchen ein in unsere Gefühlswelt und setzen neue Pfeiler. Basierend auf den Erkenntnissen, die uns die letzten Zyklen geschenkt haben und uns unsere Seelen-Welt mitteilt. Die Tage zwischen dem Vollmond und Neumond sind zudem Tage des Loslassen. Wir sind dann jedoch auch gereizter, empfindlicher und weniger in unserer körperlichen Kraft. Rückzug und Einkehr tun uns gut. Unsere Schattenseiten kommen hervor. Diese zeigen uns jedoch, was wir wollen. Und was wir nicht mehr wollen. Wir machen uns frei. Von allem, was uns nicht mehr dienlich ist. Um Raum zu haben für die neue Intention. Den neuen Zyklus.

PS: Der Mond-Rhythmus soll dir eine wertvolle Stütze sein. Auf gar keinen Fall soll er dir mehr Stress verursachen. Versuche anhand des Mond-Rhythmus auch deinen eigenen Rhythmus zu erfühlen. Lass dich auf dich und deinen Körper ein. Sie können dir unglaublich viel erzählen. Und vor allem sind sie deine treuen Begleiter, deine Super-Kraft. Wenn wir wissen, wie unsere Rhythmen funktionieren, können wir darauf eingehen und jede Qualität für uns nutzen. Der Mond ist schlussendlich dein Freund. Wenn du das Jahr mit ihm mitgehst, hast du jeden Monat die Chance deine Wünsche und Ziele neu zu definieren sowie auch loszulassen. Es ist wie die Ebbe und Flut. Wie das Ein- und Ausatmen. Gehst du mit diesem Rhythmus mit, hast du einen unerschütterliches Kompass in dir.

Wie der Mond... müssen auch wir durch Phasen der Leere gehen...damit wir uns in der schönsten Fülle erleben können.
— Unbekannt