Frühlings- Tagundnachtgleiche

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Die Frühlings-Tagundnachtgleiche markiert einen wichtigen Wendepunkt im Jahresverlauf. Von nun an werden die Tage wieder länger und die Nächte kürzer. Sie steht symbolisch für die wiederkehrenden Kräfte der Natur. Es ist ein wunderbares Frühlingsfest, das uns hilft, die Schwere des Winters vollends abzuschütteln und unsere Pläne für das Jahr aktiv anzugehen. Die Frühlings-Tagundnachtgleiche steht jedoch auch sinnbildlich für die Balance. Nur zweimal im Jahr findet dieses Gleichgewicht statt. Es ist ein ganz spezieller, kostbarer Moment, der uns innehalten lässt. Denn genau zu diesem Zeitpunkt hält sich alles die Waage. Alles ist im Gleichgewicht. Alles steht für einen kurzen Moment still, bis die ungestüme Energie des Frühlings alles vorantreibt und die Tage wieder länger werden lässt. Für mich ist die Wende ein Moment, an dem ich mich gerne zurückziehe. An dem ich die vergangenen Monate Revue passieren lasse und dankbar bin. Dankbar für alles was ist. Dieses kleine Ritual hilft mir jeweils dabei, diesen Wendepunkt gebührend zu feiern.

Versuche um die Tage der Wende für dich Raum zu schaffen und geh nach draussen in die Natur. Geh einfach dorthin, wo es dich hinzieht und lass deine Gedanken schweifen. Was siehst du? Wo erkennst du ganz klar die Aufbruchstimmung der Natur und wo braucht es noch Zeit, bis sie sich vollends hervorwagt? Such dir ein Plätzchen aus und setzt dich hin. Vielleicht hast du dein Tagebuch dabei oder ein Notizblatt inkl. Stift. Überleg dir nun, was den Winter über tief in dir geschlummert hat. Welches Licht wurde zur Wintersonnenwende in dir gezündet und hatte nun Zeit und Raum, innerlich zu wachsen? Welche Themen haben dich begleitet? Bist du soweit deine Wünsche, Pläne, Ziele und Träume hervorzuholen? Oder sind sie sogar schon mitten am Spriessen und Gedeihen? Was braucht es noch, damit du vollends in Aufbruchstimmung gerätst? Schreib alles auf. Schreib auch auf, was dich daran hindert hervorzukommen, zu blühen und dich zu öffnen. Es ist wichtig, dass du hier nicht wertest. Sei wohlwollend und nachsichtig dir selbst gegenüber. Alles braucht seine Zeit und alles hat seine Zeit. Schreibe auch auf, worauf du stolz bist und dankbar. Denn mit Dankbarkeit im Herzen öffnen wir uns. Und wenn wir uns öffnen, lassen wir zu. Richte also dein Augenmerk nicht auf die Ziele, die du noch nicht erreicht hat. Die Natur steht erst am Anfang ihrer Reise. Sie hat sich gerade erst geöffnet. Sie hat noch einen langen Weg vor sich, bis im Herbst geerntet werden kann. Sie steht nun an einem Wendepunkt und weiss, dass es von nun an aufwärts geht. Die Tage werden länger. Das Licht hat gewonnen. Nimm diese Energie in dich auf. Sei dankbar für alles, was du bis jetzt erreicht hast. Fühle tief in diese Dankbarkeit hinein und lasse sie durch deinen ganzen Körper fliessen. Nimm sie mit und freue dich auf alles was kommt. Du bist jetzt im Gleichgewicht. Deine ganze Umgebung ist im Gleichgewicht. Alles ist in Balance. Nichts muss erzwungen werden. Alles ist gut, so wie es ist. Und wenn du aufstehst und nach Hause gehst, denke daran: von nun an geht es aufwärts. ✨