Tipps & Tricks

  • Was kann ich räuchern?

    Grundsätzlich kannst du alles räuchern, solange es nicht giftig ist oder geschützt. Achte einfach darauf, dass du qualitativ gutes Räuchermaterial hast und keine synthetischen Zusätze dabei sind.

  • Kann ich auch Küchengewürze räuchern?

    Ja, klar! Ganz schön sind Vanille, Zimt, Kardamon oder Muskatnuss. Einfach ausprobieren.

  • Wo kriege ich Räuchermaterialien her?

    Du kannst sie entweder in einem Fachgeschäft kaufen oder dann selber sammeln. Falls du deine Ware online bestellst, achte darauf, dass die Materialien wirklich qualitativ hochstehend sind. Sobald die Harze mit Farben hinterlegt sind, kannst du davon ausgehen, dass synthetische Zusätze drin sind. Ich kann folgende Fachhäuser empfehlen:

    • www.raeucherwelt.ch

    • www.raeucherwerk-basel.ch

    • www.labdanum.de

  • Welches Räuchermaterial nehme ich zu welcher Gelegenheit ?

    Jede Pflanze hat ihre eigene Kraft und Wirkung. Je nach Bedürfnis oder Situation, wähle ich deshalb bewusst die passendste Pflanze oder Harz aus. Wenn du dich noch zu wenig auskennst, kann dir mein Herbarium eine Hilfe dabei sein. Wenn du im Suchfeld zum Beispiel das Wort “Reinigung” eingibst, dann erscheinen dir alle dazu passenden Pflanzen. Du kannst zudem immer davon ausgehen, dass die körperliche Wirkung der Pflanze genau gleich auch auf der seelischen Ebene wirkt. Ein Beispiel: Angelikawurz hat einen hohen Gehalt an Bitterstoffen und hilft deshalb zu Verdauen. Auf der seelischen Ebene hilft sie dir zusätzlich schwere Themen zu “verdauen”. Nebst den Eigenschaften der Pflanze möchte ich dich aber auch dazu ermutigen dich voll und ganz auf dein Gefühl zu verlassen. Vielleicht ist Weihrauch DAS Räuchermaterial zum Reinigen und Segnen. Doch wenn es dich nicht anspricht, dann nimm es nicht. Dann nimm diejenige Pflanze, die dir gerade zusagt. Die Räucherung oder das Ritual soll für dich stimmig sein. Für niemand sonst. Deshalb entscheidest auch du alleine, was in deine Mischung kommt oder nicht.

  • Worauf muss ich beim Sammeln achten?

    Wenn du Materialien in der Natur sammelst, dann achte darauf, dass die letzten Tage regenfrei waren. Zudem darfst du nur sammeln, was nicht geschützt ist. Es mag seltsam erscheinen, doch ich frage auch immer vorher die Pflanze oder den Baum. Ich schaue mir die Pflanze an und frage sie innerlich. Je nach Gefühl, lese ich dann ein wenig ab. Jedoch immer nur soviel, wie ich benötige. Verteile auch deine Sammelaktivität auf verschiedenste Pflanzen, so kann sich die einzelne Pflanze erholen. In deinem eigenen Garten kannst du natürlich aus dem Vollen schöpfen.

  • Wie kann ich die gesammelte Ware trocknen?

    Grundsätzlich trocknest du gesammelte Ware an einem dunklen und trockenen Raum. Sträucher und Blumen kannst du zusammenbinden und aufhängen. Feinere Blumen oder Blüten kannst du auf einem Baumwoll- oder Leinentuch ausbreiten. Achte auf eine Luftzufuhr von unten. Wenn das nicht möglich ist, dann wende die Waren regelmässig. Harze kannst du auf Alu-Folie trocknen. Sei geduldig bei den Harzen. Es kann gut über ein Jahr dauern, bis es trocken genug ist.

  • Kann ich selber Mischungen herstellen?

    Klar! Es gibt sicherlich sehr ausgeklügelte Mischungen, welche von Profis zusammengestellt wurden. Du kannst dich aber auch sehr gut einfach auf dein Gefühl verlassen. Auf was hast du Lust? Was möchtest du mit der Räucherung bezwecken? Überleg dir, was die Pflanze für dich bedeutet oder wohin es dich automatisch zieht. Wenn du Kräuter mit Harzen mischt, dann mahle zuerst die Harze in einem Mörser. Danach kannst du die Kräuter daruntermischen. Probier es einfach aus!

  • Wie kann ich räuchern?

    Räuchern kannst du auf viele verschiedene Arten. Ich kenne folgende aus eigener Erfahrung:

    • Lagerfeuer: Die älteste Art zu räuchern. Passt vor allem zum geselligen Beisammensein. Du kannst trockene Tannenzweige, Wacholder oder sonst Kräuter aus dem Garten dem Feuer übergeben. Ergänzt den Rauch durch eine feine, würzige Note.

    • Kräuterbuschen: Früher wurden zur Sommersonnenwende (21.6) Heilkräuter aus dem Garten oder der nahen Umgebung gesammelt und zu Kräuterbuschen gebündelt. Die Kräuter wurden dann den Sommer/Herbst über getrocknet und in den Wintermonaten als Hausapotheke zum Räuchern eingesetzt. Heute finde ich es eine schöne und unkomplizierte Art Heilkräuter zu räuchern. Du zündest die Spitze des Kräuterbusches an wartest bis es eine eigene Glut gebildet hat.

    • Räucherstövchen: Das Räucherstövchen eignet sich vor allem für Räucherungen zu Hause. Mit dem Stövchen kannst du sehr einfach und gezielt die Rauchmenge handhaben und vor allem auch sehr feine, zarte Räuchermaterialien räuchern. Einfach die gewünschte Menge auf das Stövchen platzieren und los geht’s. Die Stärke des Rauches kannst du durch den Abstand der Kerze zum Stövchen regulieren oder in dem du die Ware auf den äusseren Rand platzierst. Bei Harzen empfiehlt es sich diese vorher in einem Mörser zu mahlen, damit die Duftnoten stärker hervorkommen.

    • Räucherkohle: Die Kohle vorher mit einer Zange anzünden und so lange glimmen lassen, bis es sich gräulich verfärbt. Danach die Kohle in ein feuerfestes Gefäss legen, das mit Sand gefüllt ist. Achte beim Sand auf Natursand. Nun kannst du deine Räuchermaterialien auf die Kohle legen. Bei sehr feinen Materialien verglimmt die Ware sofort. Du kannst deshalb ein wenig Sand über der Kohle streuen, das hemmt das Verglimmen ein wenig.

Viel Spass!