Beifuss

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Der Beifuss galt lange Zeit als Mutter aller Heilkräuter. Durch seine Bitter- und Gerbstoffe sowie auch wegen seinen ätherischen Ölen konnte er vielseitig eingesetzt werden. In unseren Breitengraden ist er vor allem als Hebammen-Pflanze bekannt. Er wurde verwendet, um die Fruchtbarkeit anzuregen, die Geburt zu erleichtern, die Nachgeburt zu fördern, Menstruationsschmerzen zu lindern, bei ausbleibender oder schwacher Menstruation, aber auch, um in hoher Dosierung abzutreiben. Beifuß darf deshalb in der Schwangerschaft ja nicht angewendet werden. Durch seine Bitter- und Gerbstoffe hilft er bei Magen- und Darmbeschwerden sowie bei allgemeinen Verdauungsbeschwerden. Der Beifuss hat eine antibakterielle, antifungizide, beruhigende und durchblutungsfördernde Wirkung. Er wird auch in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet. Man kennt ihn unter dem Begriff Moxa oder Moxabustion. Seine tiefe Wirkung zu wärmen regt die inneren Organe und Lebensenergie an. Der Beifuss wächst buschartig an Wegrändern, Böschungen und Hecken. Er liebt nährstoffreiche Böden und wird oft gar nicht richtig wahrgenommen.

Seit Anbeginn der Menschengeschichte wurde der Beifuss verräuchert und gilt aufgrund seiner Inhaltsstoffe als bewusstseinserweiternde Räucherpflanze. Der europäische Beifuß enthält das ätherische Öl Thujon. Den Inhaltsstoff, der als "grüne Fee" im Absinth für die Wirkung verantwortlich war. Sein aromatischer Rauch stimuliert, wärmt, entspannt, bringt wieder viel Licht in düstere Stimmungen und fördert die Intuition. Er vermittelt uns Selbstvertrauen, Mut und Zuversicht und stellt uns in schwierigen Zeiten wieder auf die Beine. Er ist in jeder Hinsicht ein Geburtshelfer, denn er hilft Dinge ins Leben zu bringen. Beifuss hilft beim Loslassen und unterstützt uns bei Veränderungen in unserem Leben. Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert. Räume werden durch ihn wundbar gereinigt, da er keine negativen Schwingungen duldet. So ist er ein ganz starkes Schutzmittel vor allen negativen Einflüssen.