Räuchern

Das Räuchern hat eine sehr alte Tradition. Praktisch in allen Hochkulturen der Menschheit wurde geräuchert. Im alten Ägypten, im arabischen Raum, in Indien, China, in Nord- sowie Südamerika. Auch unsere Vorfahren haben das Räuchern praktiziert. Es gehörte zu ihrem Alltag und wurde zu Feierlichkeiten aber auch in Zeiten der Not und bei Krankheiten eingesetzt. Im Laufe der Jahre ging der Zugang zum Räuchern verloren. Doch zum Glück findet langsam eine Rückbesinnung statt. Denn das Räuchern stellt eine wunderbare und einfache Möglichkeit dar, sich etwas Gutes zu tun. Wie das? Die Duftmoleküle des Rauches gehen über die Nase direkt in unser Hirn zum limbischen System. Im limbischen System werden unsere Emotionen verarbeitet. Es verwundert also nicht, dass wir bei Düften sehr stark reagieren können. Somit ist auch nachvollziehbar, dass gewisse Düfte innerhalb von Sekunden eine alte Erinnerung in uns wach rufen können. Da jede Pflanze eine eigene Signatur hat, können wir über das Räuchern ihre Energie für uns nutzen. Ein wunderbares Werkzeug, um mit der Pflanze in Kontakt zu treten und ihre Heilkraft in uns aufzunehmen.

Für mich ist das Räuchern wie ein prickelndes Glas Champagner oder ein wohltuendes Bad nach einem strengen Tag. Es aktiviert meine Lebensgeister und entspannt gleichzeitig. Dabei räuchere ich zu verschiedensten Gelegenheiten. Manchmal brauche ich die passende Kraft der Pflanzen und Harze. Dann wieder möchte ich einfach in diese wunderbare Duftwelt eintauchen. Ganz schön finde ich es als feierliche Ergänzung zu einem Ritual oder ein Fest. Eigentlich ist es egal, wann geräuchert wird. Hauptsache es tut einem gut. Deshalb gibt es auch hier kein Richtig oder Falsch.