Huflattich

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Eine Besonderheit des mehrjährigen Huflattichs ist, dass zuerst die Blüten aus dem nackten Boden wachsen und erst später die Blätter erscheinen. Sobald die ersten wärmeren Februartage da sind, erscheint der Huflattich mit seinen leuchtend gelben Blüten. Diese stehen auf schuppigen Stengel, die weisslich oder rötlich sind. Der Huflattich steht sehr gerne in Gruppen zusammen. Aus den Blüten entwickeln sich haarige Samenfahnen, die an die Pusteblumen vom Löwenzahn erinnern. Die Blätter wachsen erst ab März. Sie sind eckig-herzförmig, etwa handtellergross und fühlen sich wie weiches Leder an. Ihre Form erinnert an die Hufe von Pferden, was dem Huflattich auch den Namen gab. Der Huflattich ist eine äusserst anspruchslose Pflanze. Er wächst überall, solange er die ersten warmen Sonnenstrahlen abbekommt. Der botanische Name “Tussilago” deutet auf seine Heilkraft hin. Es bedeutet soviel wie “Ich vertreibe den Husten”. Der Huflattich ist eines der ältesten Hustenmittel. Tee oder Sirup wurden früher sehr gerne bei Katarrh, hartnäckiger Husten, Verschleimung und Heiserkeit eingesetzt.

Ich freue mich jedes Mal, wenn mir der Huflattich begegnet. Wie kleine Sonnen kommen die Blüten an den ersten wärmeren Februartagen hervor und lachen mich an. Es ist die Andersartigkeit der Pflanze, die mich berührt. Ihre grossen Blätter passen so gar nicht zu den fein leuchtenden Blüten. Auch die Stengel weisen auf eine gewisse Robustheit hin. Er steht für Pioniertätigkeit, denn der Huflattich geht seinen eigenen Weg. Er unterstützt uns dabei, wenn wir neues Terrain begehen möchten und selber als Pionier aktiv werden. Für Situationen, wo es keine vorgefertigten Regeln gibt. Oder für Situationen, wo wir uns treu bleiben sollten um den eigenen Weg zu gehen. Die getrockneten Blüten setzte ich gerne bei Räuchermischungen ein, um seine unterstützende Kraft zu aktivieren. Aber auch sonst fühle ich mich immer wieder innerlich gestärkt, wenn er mir plötzlich unterwegs begegnet.